, Köber Dagmar

Halbtagesausflug auf die Schwäbische Alb

Thema „Permakultur“

Am Samstag, 22. Juni 2024, fand unser Ausflug nach Seißen statt. Der Bus war gut belegt mit interessierten Gartenbaufreund*innen. Die Fahrt nach Seißen über Lenningen und Donnstetten war sehr kurzweilig, es wurde viel geschwätzt und gelacht. Auf der Alb angekommen begrüßte uns Jochen Bosch, der Permakulturgärtner. Er betreibt zwischenzeitlich mehrere Gärten in und um Seißen. Nach einem Informatikstudium und einer guten Arbeitsstelle in Australien stellte er das Leben mit immer noch mehr Arbeit und Geld in Frage. Er nahm sich eine Auszeit und bereiste die Welt mit dem Rad. Auf seiner Reise kam er mit dem Prinzip der Permakultur in Berührung und nahm war, wie andere Kulturen im Einklang mit der Natur lebten. Auf der Alb hat er dann als Autodidakt angefangen und betreibt mittlerweile drei Gärten nach diesem Prinzip der Permakultur. Er stellt aus Baumschnitt Holzkohle her, die er dann in den Boden einbringt, als Nährstoffversorung, Wasser- und CO2- Speicher. Ganz wichtig ist das Mulchen mit Grasschnitt. Zwischenzeitlich liefert ganz Seißen den anfallenden Grasschnitt bei ihm ab, sodass das Material nicht ausgeht. Um die vielen Schnecken zu bekämpfen, bietet er diesen Futter an, d.h. er bringt Pflanzenabfälle, die normalerweise auf dem Kompost landen, an den Rand der Beete aus, sodass die Schnecken etwas zu fressen haben und seine Gemüsepflanzen hoffentlich in Ruhe lassen.

Im Sinne der Nachhaltigkeit und des bewussten Umgangs mit unseren begrenzten Ressourcen versucht Jochen Bosch auch, alte gebrauchte Gegenstände in sein Konzept einzubeziehen. Er repariert alte Schwimmbäder und verwendet sie als Wasserspeicher. Sein Ofen, den er zum Herstellen der Holzkohle verwendet, ist ein alter, ausrangierte Düngerstreuer.

Seine Erträge liefert er bei seinem Bruder im Restaurant "Jägerstüble" ab, bzw. verkauft auch einige Gemüsekisten.

Leider war das Wetter nicht auf unserer Seite, ein schweres Gewitter zog auf, es regnete gewaltig. Zum Glück fanden wir alle ein trockenes Plätzle im Tomatengewächshaus. Nach dem Regenguss war alles triefendnass, sodass wir unsere Besichtigung abkürzen mussten. Im Jägerstüble war es dann trocken und warm und wir verbrachten dort einen gemütlichen Spätnachmittag bei leckerem Abendessen.

Der Bus brachte uns dann wieder wohlbehalten nach Hause. Es was ein sehr informativer Ausflug und sicherlich werden einige Tipps nun auch in den Notzinger Gärten umgesetzt.

An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Albrecht Bosch, der diesen Ausflug organisiert hat.