Rückblick Ferienprogramm des OGV Notzingen, e.V.
In den Sommerferien war der Obst- und Gartenbauverein Notzingen sehr aktiv. Am ersten Ferienwochenende waren wir im und ums Backhaus zu Gange. Am Freitag fand bereits zum dritten Mal ein Backkurs statt, bei dem die 15 TeilnehmerInnen viel Wissenswertes rund ums Backhaus und natürlich um Teig und Brot erfuhren. Wichtig im Backhaus ist immer der Ofen und die Hitze. Deshalb war die erste Arbeit, den Ofen mit Krähle zu bestücken, so dass genügend Zeit zum Abbrennen war. Dann kneteten alle einen Brotteig. „Ganz schön anstrengend“ stellten sie einstimmig fest. Unvorstellbar, dass in früheren Generationen die BäckerInnen den Teig regelmäßig von Hand kneteten. Und das nicht nur von 750g Mehl. Danach wurden die Dätscher vorbereitet. Teig abwiegen, rundwirken, ruhen lassen, dann flachdrücken und aufs Blech setzen. Zum Schluss wird der Rahm und das Topping darauf verteilt. Zur Auswahl gab es Schnittlauch, Speck, Hanfnüsse und Schwarzkümmel, Sonnenblumenkerne, Mohn… da war für jeden Geschmack etwas dabei. Auch gab es Flachswickel, die im Anschluss geformt und aufs Blech gesetzt wurden. Während der ganzen Arbeit kam das Gespräch natürlich nicht zu kurz, es wurde viel gefragt, erklärt und gelacht. In der Zwischenzeit war das Holz im Ofen abgebrannt, der Brotteig gegangen, so dass es nun ans Backen ging. Der Ofen wurde ausgeputzt und dann zuerst die Dätscher gebacken. Die Hitze war perfekt, nach 5 Min. waren die Dätscher goldbraun und dufteten verführerisch, so dass allen das Wasser im Munde zusammenlief. Bevor es aber zum gemütlichen Teil überging, musste noch das Brot eingeschossen werden. Das ging wie am Schnürchen. Nun war der Großteil der Arbeit erledigt und es gab Sekt und frische Dätscher. Immer wieder ein Genuss. Das stellten alle einstimmig fest. Beim Fachsimpeln über das Einheizen, das Teigkneten und Backen ging die Zeit schnell vorbei und schon war das Brot gebacken, knusprig und nicht zu dunkel. Jetzt konnten noch die Flachswickel gebacken werden, die den süßen Abschluss des Backtages bildeten. Alle hatten viel Spaß zusammen und waren sich einig, das war nicht das letzte Mal im Backhaus. Auch die kurzen Schauer waren kein Problem, man rückte unter den Pavillons einfach enger zusammen.
Am Samstag fand dann der Backhaushock statt. Wie in den Jahren zuvor, durften wir im Garten der ARCHE unsere Bierbänke aufstellen. Ein ganz herzliches Dankeschön dafür. Viele Gäste fanden sich ein und genossen die frischen Backhauskuchen, unsere leckeren Rahmkuchen mit Spinat und Schafskäse, Tomaten oder Zwiebel und Speck. Das Backhausbrot fand auch reichlichen Absatz und war in kürzester Zeit ausverkauft. Petrus meinte es an diesem Samstag gut mit uns. Das Wetter war angenehm, erst kurz vor Ende des Festes zogen Gewitter auf, so dass es noch möglich war, in aller Schnelle alles noch trocken aufzuräumen. Ein ganz herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an die ARCHE und an alle Helferinnen und Helfer, die dazu beigetragen haben, dass der Nachmittag so reibungslos verlief.