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Kultur und wertvolle Infos bei der Fahrt am 7.7.2012 in die Pfalz

Kultur und wertvolle Infos bei der Fahrt am 7.7.2012 in die Pfalz

Am Samstag fuhr eine interessierte Reisegruppe mit dem Bus in Richtung Pfalz. Über B10 und die beinahe leeren Autobahnen erreichten wir auch bald unser erstes Ziel Speyer. Gut gestärkt durch einen liebevoll von Annette zubereiteten Imbiss ging es zum Bummeln in die City. Eine Besichtigung des ehrwürdigen Kaiserdoms rundete die Eindrücke des 1 ½-stündigen Aufenthalts ab. Nach der Weiterfahrt, vorbei an Spargel- und Tabakfeldern, erreichten wir vor der Kulisse des Hambacher Schlosses Neustadt mit der naheliegenden Gartenakademie. Neugierig folgten wir den Erläuterungen des Ingenieurs für Gartenbau, Werner Ollig, über die Arbeiten der Fachschule und des Betriebes. Nach einer kleinen Fahrt erreichten wir die Versuchsanlage für Obstbau. Gleich am Eingang überraschte uns Ollig mit der ersten Besonderheit. Ein Baum mit interessanten Früchten stellte uns vor ein Rätsel. Der Fachmann machte uns auf die Gegebenheiten aufmerksam und verwies auf die von Reben geprägte Landschaft mit den charakteristischen Walnussbäumen die inzwischen in die Jahre kommen. „Wenn keine jungen Walnussbäume gepflanzt werden, verschwinden diese bis in ca. 20 Jahren“. Eine mögliche künftige Ersatzpflanzung könnte der hier stehende Speierling (Sorbus domestica) werden und animierte die Gruppe zur Pflanzung dieses pflegeleichten Baumes. Einen frischen Vitaminschub versprach uns Werner Ollig und stellte uns das Beerenquartier vor. Mit den schmackhaften schwarzen Johannisbeeren leitete er auf die diesjährigen Frost- Probleme bei den Himbeeren über. Strahlende Augen gab es beim Anblick der leuchtenden roten Johannisbeeren. Die inzwischen einsetzenden Regentropfen konnte das Interesse nicht abkühlen - im Gegenteil. Gesunde Nektarinen- und Pfirsichbäume mit herrlichen Früchten versetzten uns nicht nur ins Staunen, sondern wurden reichlich verkostet. Wie zu Beginn der Führung stellte uns Ollig zum Ende wieder vor ein Rätsel. Die gold-braunen Früchte mit ihrer typischen Kelchform erkannte niemand. „Wegen ihrer außergewöhnlichen Blüte und Optik der Früchte sowie deren besonderen Verwendungsmöglichkeiten ist die Mispel (Mespilus germanica L.) aber eine besondere Attraktion im Garten“, so löste Ollig das Rätsel. Mit großer Freude lud er uns abschließend zu einer kostenlosen Weinprobe ein. Diese Eindrücke musste man beim anschließenden Bummeln oder bei einem Cafebesuch in Neustadt erst sacken lassen. Durch die „Toskana des Nordens“, mit den prägenden Weinreben ging es nach Heuchelheim-Klingen. Im Weingut „Lindenhof“ hatte Heinz Kuhn bereits die Grillspieße auf dem mit Rebenholz befeuerten Feuer gedreht, dessen Duft uns bei der Begrüßung in die Nasen stieg. Die festlich gedeckte Tafel versprach einen netten Abend bei guten Gesprächen. Nach den Essen wurde noch manches Viertel Pfälzer Wein getrunken so dass die Zeit wie im Fluge verging. Mit vielen Eindrücken und nützlichen Informationen ging dieser Tag nun langsam zu Ende. Über die wiederum beinahe leeren Autobahnen ging es zurück nach Notzingen.