, Bosch André

Maiwanderung

Am 1. Mai machten wir uns zu unserer Maiwanderung auf. Die erste Etappe war in der Obst-Anlage der Familie Eppiger. Simon und Steffen Eppinger erzählten uns viel über den gewerblichen Obstbau.
Sie bauen ca. 20 Apfelsorten an. Elstar und Braeburn sind sehr beliebte Sorten. Die Bäume werden so geschnitten, dass vom Boden aus geerntet werden kann und keine Leitern zum Einsatz kommen müssen.

Ganz entscheidend für den Ertrag ist das Wetter. Frostnächte während der Blütezeit verringern den Ertrag erheblich. Aufgrund des hohen Wasserverbrauchs werden die Blüten bei angesagten Frostnächten aber nicht bewässert.

Auch der Handel, bzw. das Einkaufsverhalten der Verbraucher beeinflusst die Arbeit. Letztere will keine schorfigen Äpfel oder Flecken auf den Äpfeln. Außerdem bevorzugt er süße, bissfeste Sorten, die das ganze Jahr über knackig und saftig sind. Dies beeinflusst die Pflegemaßnahmen und die Auswahl der Sorten.

Auch haben Eppingers einen Exoten-Garten. Hier sind Aprikosen, Kiwis, Kaki und Feigen zu finden. Dies ist der Hobby- und Versuchsbereich, welche Früchte bei uns - auch aufgrund des Klimawandels - wachsen. Immer wieder gibt es im Sommer Aprikosen im Hofautomat in der Bergstraße zu kaufen.

Es war ein interessanter Einblick in die Erzeugung von heimischen Lebensmitteln. Nach diesem Input wanderten wir gemütlich weiter zu Helmut Högers Garten und ließen den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen ausklingen.